Ausschreibung für den 2. Martin-Haiderer-Preis

Die Tafel Österreich zeichnet soziale Einrichtungen für Lebensmittelhilfe „mit Plus“ aus.

Die Preisträger:innen des Martin-Haiderer-Preises 2024 nach der Preisverleihung im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums der Tafel Österreich
© Julia Dragosits
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Erstmals 2024 vergeben, holt der Martin-Haiderer-Preis auch heuer soziale Einrichtungen in ganz Österreich vor den Vorhang. Gesucht sind Projekte und Aktivitäten, die in Verbindung mit kostenfreier Lebensmittelhilfe einen sozialen Mehrwert schaffen. Einreichungen sind bis 24. April 2026 möglich.
Wien, 07. April 2026 – Seit 1999 folgt Die Tafel Österreich dem internationalen Tafelmodell – und stellt somit die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen in den Mittelpunkt. Denn durch diese Kooperationen erhält die Versorgung armutsbetroffener Menschen mit geretteten Lebensmitteln einen gesellschaftlichen Mehrwert: In den Sozialeinrichtungen finden Personen in prekären Situationen dank sozialarbeiterischer Betreuung sowie psychologischer Unterstützung professionell angeleitete Wege aus der Not. Die kostenfreie Lebensmittelhilfe der Tafel Österreich dient so als Türöffner und Erleichterung für armutsbetroffene Menschen, wird aber über das „Sattwerden“ hinaus aufgewertet.

Diese zentrale Idee hat Martin Haiderer, Gründer der Tafel Österreich (damals noch „Wiener Tafel“) von Beginn an in der Mission des Sozialvereins verankert. Deshalb wurde der Preis, der erstmals im Jubiläumsjahr der NPO 2024 verliehen wurde, auch nach ihm benannt.

Vom Schatten ins Rampenlicht
Gerade in Zeiten gekürzter Sozialhilfen und Förderungen muss die Leistung, die soziale Einrichtungen tagtäglich für die Gesellschaft leisten, umso mehr gewürdigt werden. Zumindest einen Ausschnitt dieses beachtlichen Spektrums holt der Martin-Haiderer-Preis 2026 wieder auf die Bühne.

Gesucht werden Projekte und Aktivitäten, die durch Lebensmittelhilfe einen Mehrwert für armutsbetroffene Menschen und Sozialeinrichtungen schaffen: Vom gemeinsamen Kochen und Essen über Sprachförderung und Kinderprogramme bis hin zu Workshops oder der Einbindung von Klient:innen in Arbeitsabläufe ist vieles denkbar. Einzige Voraussetzung: Die Projekte müssen rund um das Thema Lebensmittel ein „Plus“ wie soziale Teilhabe, Wissensvermittlung, ein positives Beratungs- oder Betreuungsumfeld, Integration, Gesundheitsförderung o. ä. schaffen.

Ablauf und Teilnahme
Zur Teilnahme eingeladen sind alle gemeinnützigen/mildtätigen Organisationen in ganz Österreich, die kostenfreie Lebensmittelhilfe anbieten (z. B. Mutter-Kind-Häuser, Frauenhäuser, Flüchtlings- oder Obdachlosenquartiere, Tageszentren, Beratungszentren, …). Eine bestehende Kooperation mit der Tafel Österreich ist nicht Voraussetzung.

Einreichungen sind bis 24. April 2026 an awards@tafel-oesterreich.at kostenlos und unkompliziert möglich. Die teilnehmenden Projekte stellen sich im Anschluss einem Online-Voting; jene mit den meisten Stimmen werden danach einer Fachjury vorgelegt. Die Siegerprojekte werden im Rahmen der Langen Tafel am 12. Juni 2026 öffentlich präsentiert und ausgezeichnet. Mehr Informationen und Teilnahmeformular unter tafel-oesterreich.at/martin-haiderer-preis
 
Über Die Tafel Österreich

Die Tafel Österreich versorgt seit 1999 armutsbetroffene Menschen durch soziale Einrichtungen kostenfrei mit geretteten Lebensmitteln. So haben sie eine essenzielle Sorge weniger und können mit professioneller Hilfe Wege aus der Not finden. Allein 2025 konnten über 1.500 Tonnen gerettete Lebensmittel an mehr als 85.000 Menschen in ganz Österreich weitergegeben werden. Die Non-Profit-Organisation ist überwiegend spendenfinanziert und auf Geld-, Zeit- und Warenspenden angewiesen. Mehr Infos unter tafel-oesterreich.at.

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Kontakt
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Mag. Verena Scheidl
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